Nik Riesmeier besucht STALAG 326: „Nie wieder Faschismus und Menschenrechtsverbrechen“

Vor genau 80 Jahren begann der Krieg Nazi-Deutschlands gegen die Sowjetunion. Mehrere Millionen Angehörige der Roten Armee kamen in deutsche Kriegsgefangenschaft. Eins der größten Gefangenlager des ehemaligen Deutschen Reiches wurde in Stukenbrock-Senne eingerichtet: das STALAG 326 (VI K). Der Ortsverband des Bündnis 90/Die Grünen hatte aus diesem Anlass zu einer Exkursion in das Kriegsgefangenenlager und den sowjetischen Ehrenfriedhof eingeladen. Bei der Führung informierte sich auch der grüne Bundestagskandidat Nik Riesmeier (30) über die Dokumentations- und Gedenkstätte.

Über 300.000 russische Soldaten lebten von 1941 bis 1945 unter erbärmlichen Bedingungen in diesem Lager, bis zu 65.000 Menschen starben hier und wurden in Massengräbern verscharrt. Die nationale und internationale Bedeutung dieses historischen Ortes hat im Mai 2015 der damalige Bundespräsident Gauck gewürdigt. Das gab auch den Ausschlag für eine 60 Millionen teure Gedenkstätte, die auf dem Gelände der Polizeischule Senne entstehen soll.

Nach der etwa Exkursion sagte Bundestagskandidat Riesmeier: „Die Führung durch die Gedenkstätte Stalag 326 war zugleich bewegend als auch mahnend. 76 Jahre nach den Schrecken des Nationalsozialismus ist es umso wichtiger, die Erinnerung aufrecht zu erhalten um die Mahnung des ‚Nie wieder‘ in unserem Bewusstsein zu verankern.“

Nik Riesmeier sieht in einer Gedenkstätte eine Mahnung, die zum Leitmotiv unserer Demokratie aber auch unserer Außenpolitik werden muss. „Nie wieder Faschismus. Nie wieder Menschenrechtsverbrechen!“ Es sei eine gemeinsame Verantwortung, Menschen zueinander zu bringen, um eine friedliche Welt zu schaffen.

Er sagt: „Ich freue mich, dass mit der zukünftigen Errichtung einer formellen Gedenkstätte endlich der Erinnerungsschatten über dem Stalag 326 gelüftet wird, um das Erbe der Verantwortung aufrecht zu erhalten!“
 



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